zwillingerig: der Tick mit dem Wörter-Ausdenken

Habt ihr euch schon gefragt, was es mit dem Titel dieses Blogs und diesem komischen Wörterbucheintrag auf sich hat? Da kann ich ein bisschen Licht ins Dunkel bringen. Seit ich schreiben kann, habe ich mich viel mit Sprache beschäftigt — ob schulisch, beruflich oder privat. Es macht mir einfach Spaß mich auszudrücken und mit Worten zu spielen. Leider komme ich dabei manchmal an die Grenzen der deutschen Sprache. Für einige Dinge gibt es nämlich einfach kein passendes Wort!


Natürlich fällt so etwas nicht nur mir auf. Erinnert ihr euch beispielsweise daran, dass der Duden 1999 einen Wettbewerb ins Leben gerufen hat, um ein Wort für „nicht durstig“ zu finden? Quasi das „satt“ der Flüssignahrung? Ganz kreativ hat „sitt“ das Rennen gemacht und steht seither im Duden. Über das Ergebnis lässt sich streiten. Aber viele andere Sachen lassen sich bis heute nicht treffend benennen. Und so denke ich mir recht häufig Wörter aus, die mir im deutschen Vokabular fehlen. Ich bin dabei sehr kreativ und nicht immer politisch korrekt. Aber es macht Spaß und einige meiner Wortkreationen haben es schon ganz selbstverständlich in den Wortschatz meines Familien- und Freundeskreises geschafft (vielleicht dazu später mal mehr). 😉

Als ich dann plötzlich Zwillingsmama war und meine meiden Mäusemädchen so beobachtete, fiel mir ganz schnell auf, dass auch hier wieder das richtige Wort fehlt. Diese besondere Bindung zwischen den beiden war schon nach wenigen Tagen spürbar. So haben meine beiden Frühchen beispielsweise erst zugenommen, als sie nach einer knappen Woche zusammen in ein Wärmebettchen gelegt wurden und nicht mehr getrennt waren. Das hat mich unglaublich fasziniert. Und es hat mich nicht mehr losgelassen. Die Mädels spüren immer, wie es der anderen gerade geht. Sie haben ganz früh im Schlaf Händchen gehalten und sie lachen häufig gleichzeitig ohne erkennbaren Grund los. Das sind nur einige Beispiele dafür, wie besonders sich eineiige Zwillinge verhalten. Sie verhalten sich einfach … äh, ja wie denn? Da hat es der deutschen Sprache mal wieder dieselbe verschlagen. Denn es gibt einfach kein Wort dafür. Also musste ich nachhelfen. Für mich benehmen sich meine Mäuse zwillingerig. Mal mehr und mal weniger, aber jeden Tag. Und die zwillingerigen Momente möchte ich hier mit Euch teilen. Ich möchte zwillingeriges Verhalten besser verstehen. Und ich freue mich darauf, von euch zu hören, was eure Kinder zwillingeriges anstellen.

Ob es das Wort in den Duden schafft? Wohl eher nicht. Das ist auch nicht das Ziel. Ich brauchte einfach ein Wort, um einen großen Teil meines Lebens beschreiben zu können. Und das habe ich nun. Check.

Eure Ella

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3 Gedanken zu „zwillingerig: der Tick mit dem Wörter-Ausdenken

  1. Hallo 😀
    Ich finde das Wort Klasse! Es stimmt, irgendwie fehlt ein Wort für das, was Zwillinge ausmacht.
    Könnte passieren, dass ich das Wort in Zukunft mal benutzen werde 😀
    Ich finde deinen Blog toll und wünsche dir weiterhin alles Gute und viel Spaß dabei
    LG

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  2. Pingback: Wettbewerb: neue Männer braucht das Land | zwillingerig

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