Die Muddi-Fights

In meinen ersten Posts bin ich zufällig immer mal wieder darauf gekommen, wie Mütter sich gegenseitig unter Druck setzen. Spannend: Mir ist selbst erst dadurch bewusst geworden, wie häufig das vorkommt. Meistens geht es dabei um Themen wie Stillen, Impfen, Ernährung, Betreuung. Themen, bei denen es offensichtlich kein eindeutiges Richtig oder Falsch gibt. Wenn es eindeutig wäre, würden wir schließlich nicht diskutieren. Oder habt ihr schonmal ernsthaft mit jemandem über die Schädlichkeit von Alkohol in der Schwangerschaft diskutiert? Wohl kaum.


Doch auch bei bei den uneindeutigen Themen haben es viele Mamis nicht so sehr mit dem Prinzip „leben und leben lassen“. Sie müssen zu allen Entscheidungen anderer Mütter ihren Senf abgeben. Manchmal mit guten Absichten, manchmal aus Missgunst oder Neid. Wie auch immer: Erlebt haben wir es alle schon einmal.

Deshalb habe ich die Kategorie „Muddi-Fight“ eingeführt. In dieser Kategorie werde ich alle großen oder kleinen Aufreger aus dem Miteinander von Müttern sammeln — natürlich mit einer Mischung aus Augenzwinkern und dem entscheidenden Fünkchen Wahrheit. Morgen gibt es direkt ein schickes Beispiel 🙂 Und ich würde mich sehr freuen, wenn ihr mir von Euren täglichen Muddi-Fights berichtet. Schreibt mir einfach als Kommentar oder unter Kontakt.

Eure Ella

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6 Gedanken zu „Die Muddi-Fights

  1. Dein Blog ist toll. Ich habe auch Zwillinge und verfolge deine Themen zu gern. Deine Einstellung und Ansichten sind meinen sehr ähnlich und meist habe ich immer ein Schmunzeln im Gesicht wie genau du den Punkt triffst. Zu deiner Bitte Geschichten über des tägl. Muddi fights könnt ich hier wohl Romane schreiben. Ich hasse das wie die Pest wenn eine Mama immer meint, am besten mit einer Augenbraue hochgezogen, ihre „richtige Art“ zu erziehen und versorgen des Kindes kund zu tun. Ich kann mich noch gut erinnern bei einem Kaffeklatsch, wir unterhielten uns über Kitabeginn und das ständige krank sein der Kinder, kam prompt, „na unser war kaum krank…aber ich habe ja auch sehr lange gestillt. Du ja nicht oder?“ Was soll sowas, ich hatte nicht viel Milch und für 2 erst recht nicht. Muss einem das peinlich sein, bin ich schuld das meine Kinder ständig krank sind. Ich könnte noch viel mehr berichten aber das würde hier den Rahmen sprengen. Warum können Mütter nicht einfach mal aufhören zu allem was abzulassen. Ich quatsche auch keiner anderen Mutter rein. Oder gebe ihr das Gefühl was falsch zu machen. Ich kann mir meinen Teil auch denken ohne in diesen ewigen Kampf der Super Muttis einzusteigen. Sollen sie ihre Energie lieber in ihre Familie stecken…dann haben sie doch hoffentlich genug zu tun. Mach weiter so. Liebe Grüsse

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    • Oh, danke dir! Es freut mich so, dass dir mein Blog gefällt. Gerade am Anfang tut es gut, Rückmeldungen zu bekommen. Jetzt habe ich das Schmunzeln im Gesicht 🙂
      Und danke auch für deine Geschichte. Sie ist ein echter Klassiker. Stillen geht immer, um anderen Müttern ein schlechtes Gewissen zu machen. Und wenn du lange gestillt hättest, wärst du bestimmt trotzdem Schuld, dass die Kleinen immer krank sind 😉 Ich weiß auch nicht, warum Mütter oft so zueinander sind. Vielleicht ist es eigene Unsicherheit, die so überspielt wird. Oder der Wunsch nach Bestätigung. Keine Ahnung. Hauptsache, die Kommentare verfehlen ihr Ziel und wir lassen uns davon nicht runterziehen. Wenn dir zu meinen künftigen Muddi-Fight-Geschichten wieder Beispiele einfallen: immer gern 🙂

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      • Um so mehr man darüber nachdenkt um so mehr fällt einem auch ein 😉 In diesen Momenten bin ich meist leider nicht so schlagfertig und hinterher könnte ich der anderen Mutter sonst was erzählen. Was ich auch ganz toll fand, wir waren bei Bekannten und die andere Mama schaut Bücher mit unseren Kindern an, da waren sie ca 1 Jahr. Sie erlärte fleissig die Tiere und die Geräusche die sie von sich geben….schaute nach einiger zeit hoch und sagte mir das ihr Sohn ja schon alle Tiergeräusche konnte bevor er überhaupt sprechen konnte. Aha…schön. Sollte ich mit meinen Kindern gleich nach Hause gehen, ihnen so lange den Hahn vor krähen bis sie das auch können und mich dann mit ihnen erst wieder raus trauen? Vielleicht ist man als Mama auch überempfindlich, ich weiss es nicht, aber irgendwie wird einem immer das Gefühl gegeben man macht alles nicht gut genug. Ich ertappte mich dabei das ich meinen Kindern die Tiergeräusche ab dem Zeitpunkt immer häufiger vormachte als wie ich es sonst schon tat. Obwohl ich mich gar nicht in so eine Schiene begeben wollte, man wird irgendwie ganz unbewusst dahin geschoben und fühlt sich unter Druck gesetzt. Bei diesen Unterhaltungen mit anderen Müttern herrscht auch immer so ein Unterton (jedenfalls klingt es in meinen Ohren so). Als würden sie ganz laut schreien, wie dein Kind kann das noch nicht, dein Kind hat das nicht oder du machst als Mutter Dinge so und so…wie kannst du nur. Ich meide solche Unterhaltungen mit anderen Müttern wo ich kann, leider lässt es sich nicht immer ganz vermeiden und immer wieder bekommt man ein schlechtes Gefühl vermittelt, bzw denkt man müsse etwas ändern. Selbst wenn man mal in irgendwelchen Mama-Foren liest, eine Fragt etwas und 20 andere Mütter stürzen sich wie Hyänen auf sie, als wolle sie ihrem Kind was weiß ich an tun. Eigentlich hätten sie uns im Krhs nach der Entbindung gleich eine Kampfausrüstung mitgeben sollen, das hätte ich nie gedacht das das Mama sein so anstrengend sein kann, jedenfalls in dieser Hinsicht 🙂
        So nun aber genug zu meinen Gedanken dazu, die langen Texte überlasse ich doch besser dir und deinem Blog 😉

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      • Da sag ich nur: Muuh, määh, kikeriki 😉 Man muss sich echt zusammenreißen manchmal, oder? Schön, dass du die Erlebnisse mit mir teilst. Da fallen mir glatt wieder ein paar Beiträge ein. Liebe Grüße!

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  2. Ich glaube das man als Mama, vor allem als Neumama bereits schon auf dem Index steht und dauernd beobachtet wird. „Was macht Mutti heute wieder falsch?“ Vielleicht ist man auch einfach empfindlicher und anfälliger für blöde Kommentare und noch empfindlicher für „Ich-Mach-Alles-Besser-Als-Du“ Ratschläge von den Super-Muttis. Ich dachte damals tolle neue Freundschaften zu anderen Mamas gefunden zu haben, bis ich merkte das sie hinter meinem Rücken über mich gesprochen hatten. Meine Tochter kam 4 Wochen zu früh mit 2500gr. Also ein Spätfrühchen. Sie hatte ganz schlimm die Gelbsucht das wir Angst haben mussten das das Hirn schon geschädigt ist. Für uns folgten harte Wochen, mit denen man als Neueltern erstmal überfordert ist. Unterstützung durch die Hebamme gleich Null! Man entwickelt Ängste und Sorgen, soll aber wiederum die Starke sein die alles im Griff hat. Mir wurde unterstellt das ich mein Kind zu einem ängstlichen erziehen würde. Gründe konnten Sie mir keine nennen – scheinbar wollte man sich nur mal einmischen. Muttis die ihre Kinder am Wochenende bei Oma und Opa abstellen um feiern zugehen. Und ich werde kritisiert wenn ich mal ne Frage bezüglich der ersten Beikost hatte. Tief Luft holen konnte ich endlich, als ich mich von diesen Mamas gelöst hatte und seitdem geht es mir besser. Ich kann Leute nicht verstehen die anderen laufend mitteilen müssen wie sie ihr Leben zu leben haben, wie sie ihr Kind erziehen sollten und das sie einen bösen und hässlichen Hund haben. Letzte Woche waren wir im Urlaub und oft musste ich mir sagen „Lächle, denn du kannst sie nicht alle töten…“ 😎

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    • Wie recht du hast! Danke für deinen Kommentar, der jedem Mut machen sollte, sich von solchen angeblichen Freunden zu lösen. Unsere Mädels sind auch Frühchen. Gerade habe ich einen Post darüber geschrieben, wie man sich dabei fühlt. Kommt am Dienstag 🙂

      PS: Wir waren ja am gleich Ort im Urlaub wie ihr. Ich kann mir die Sprüche ungefähr vorstellen 😉

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