Zwillings-Must-Have: die Milchpumpe

Beim letzten Mal hatte ich einen Tipp für alle Mütter, die nicht stillen können oder wollen. Heute ist er für alle stillenden Zwillings-Muddis. Natürlich ist es am schönsten, wenn die Kinder an der Brust trinken. Aber Zwillingsmütter haben nunmal zwei Kinder gleichzeitig zu füttern. Nicht immer trinken beide Babies gleich kräftig. Nicht immer klappt es mit dem Tandemstillen. Und nicht immer ist Muddi so entspannt und in sich ruhend, dass sie zu jeder Tag- und Nachzeit allein beide Kinder versorgen möchte. Für all diese Fälle empfehle ich unbedingt eine Milchpumpe mit Doppel-Pumpset.


Meine Mädels kamen in Schwangerschaftswoche 32+4. Sie wurden über die Magensonde ernährt und waren auch danach noch zu schwach, um an der Brust zu trinken. Doch ich wollte unbedingt zumindest versuchen zu stillen. Deshalb habe ich im Krankenhaus ab dem zweiten Tag abgepumpt. Eine Hebamme gab mir den Tipp, dabei Fotos von meinen Kindern anzuschauen und es klappte zum Glück recht schnell sehr gut. Ich hatte viel mehr Milch als die kleinen Zwerge brauchten, sodass wir einen stattlichen Vorrat einfrieren konnten. Nach drei Wochen habe ich meine Mädels zum ersten Mal angelegt und auch das klappte auf Anhieb. Ein kleines Wunder! Insgesamt waren wir fünf Wochen im Krankenhaus und ich habe bis zum Schluss gestillt und den Rest anschließend abgepumpt.

Das hat sich als so praktisch erwiesen, dass ich es zuhause beibehalten habe. Eine Zeitlang habe ich pro Mahlzeit ein Kind gestillt und anschließend noch abgepumpt. So konnte ich immer eine Portion Milch in den Kühlschrank stellen. Bei der nächsten Mahlzeit war die Schwester mit Stillen dran und die andere bekam ein Fläschchen Muttermilch von Papa oder Oma. Häufig habe ich auch nur abgepumpt und wir haben beide mit Fläschchen gefüttert. Je nachdem, wie es bei uns gerade passte. Die Milchpumpe hatte für uns viele Vorteile: Ich konnte mich pro Mahlzeit ganz auf ein Kind konzentrieren, wenn eine zusätzliche Person da war. Das war total schön, gemütlich und entspannt. Außerdem habe ich so meinem Mann die Chance gegeben, über das Füttern von Anfang an eine ganz enge Papa-Kind-Bindung aufzubauen. Bei stillenden Müttern ist der Vater zwangsläufig häufig außen vor. Wenn man zwei Kinder hat, kann man auch mal eines abgeben, finde ich. Wenn man da als Mama ein Stück loslassen kann, wird man dreifach dafür belohnt: Papa glücklich, Kind glücklich und Mama entlastet, weil es den Kindern von Anfang an egal ist, wer sie gerade füttern. Papa ist genauso gut wie Mama. Ich finde das toll!

Eine Milchpumpe könnt ihr auf Rezept vom Frauenarzt in der Apotheke ausleihen — und das über Wochen. Ich hatte meine Milchpumpe drei Monate lang zuhause, das war gar kein Problem. Achtet darauf, dass es eine Pumpe ist, mit der ihr beide Brüste gleichzeitig abpumpen könnt. Dann seid ihr nach nur 15 Minuten fertig. Ich hatte die Medela Symphony und war sehr zufrieden.

Und noch ein letzter Tipp: Während des Pumpens habe ich immer mit einem Ebook-Reader gelesen. Den einen Finger zum Umblättern hat man nämlich noch frei. In sechs Mal 15 Minuten am Tag schafft man einiges weg. Ich habe selten so viel gelesen wie in den ersten Monaten mit unseren Zwillingen. 🙂

Eure Ella

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