Frühchenmuddi for ever

IMG_1069Einmal Frühchenmutter, immer Frühchenmutter. Die Eindrücke, Erfahrungen und Gedanken der ersten Wochen, lassen einen wohl niemals ganz los. Auch wenn ich nicht mehr bewusst an dieser Zeit zu knabbern habe, hatte ich heute wieder einen kleinen Flashback.

Nach einem langen sonnigen Strandtag hatten wir richtig Kohldampf und sind mit unseren Mädels spontan im Edelrestaurant eingekehrt (okaaaay, es war McDoof…). Eine Frau weckte sofort meine Aufmerksamkeit, weil sie mir so bekannt vor kam. In der einen Sekunde wusste ich noch nicht, woher. Und in der nächsten Sekunde war es ganz klar: Die Frau war Schwester auf unserer Frühchenintensivstation. Nicht nur irgendeine. Sie war eine der beiden Schwestern, die bei der Geburt dabei waren und unsere Mäuse erstversorgt haben. Als ich nachts mit meinem Bett zum ersten Mal zu meinem Mädels geschoben wurde, war sie es, die mir sagte, wie wunderschön meine kleinen Prinzessinnen seien. Wir hatten keine besondere Bindung zu dieser Schwester, weil sie während unseres Aufenthalts recht lange im Urlaub war. Sie hat uns heute nicht direkt erkannt und die Mäuse haben ein bisschen gefremdelt. Und trotzdem wurde ich fast ein bisschen emotional. Weil mir ein Gedanke sofort in den Sinn kam:

Diese wildfremde Frau, war einer der ersten Menschen, den unsere Kinder in ihrem Leben gesehen haben. Und sie war einer der ersten Menschen, der unsere Mäuse auf dem Arm gehalten hat — lange vor uns als Eltern. Wenn ich darüber nachdenke, kommt mir das total unwirklich vor. Irgendwie ist es immer wieder merkwürdig, dass ich die ersten Stunden meiner Kinder so komplett verpasst habe und andere die Regie übernommen haben. Kennt ihr das auch, liebe Frühchenmamis? Habt ihr auch manchmal solche Gedanken? Ich freue mich über eure Erfahrungen!

Eure Ella

PS: Dies ist das erste Foto von der kleinen Schwester. Da ist sie keine Stunde alt. Mein Mann hat es mit dem Handy aufgenommen und mir gezeigt, als ich aus der Narkose aufgewacht bin. So habe ich also mein Mädchen zum ersten Mal gesehen.

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4 Gedanken zu „Frühchenmuddi for ever

  1. Ach was für eine tolle Geschichte .. rührt mich sehr, kann diese Gedanken total nachvollziehen..bei mir war es damals eher so wie in einem Film alles flog an mir vorbei..erst später wurde mir alles Stück für Stück richtig bewusst und erst dann wurde ich von meinen Gefühlen überweltigt. Seit ein paar Wochen läuft die Frühchensendung auf RTL2 und ich werd jedes mal emotional weil ich an vor einem Jahr denken muss.

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  2. Liebe Ella, mir geht es auch immer mal wieder so. Ich bin immer wieder fast neidisch, dass Mütter ihre Kinder nach der Geburt auf die Brust gelegt bekommen…

    Bei mir kam noch dazu, dass ich wegen eines Keimes die beiden Mäuse erst nach drei Wochen ohne Handschuhe, Kittel und Mundschutz besuchen und anfassen durfte.

    Umso intensiver genieße ich die beiden heute und begegne meinen Frühgeburts-Flashbacks mit intensivem Baby-Knuddeln. Meine Kinder einfach so ohne Hilfe Kabels immer wenn es mir danach ist auf den Arm zu nehmen, ist auch vier Monate nach Entlassung aus dem KH noch immer das Größte für mich!! Lg Annaïs

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    • Oh ja, das stelle ich mir richtig schwer vor. Und andere Mütter können sich gar nicht vorstellen, dass man seine Kinder immer am Kabel hat und sich nur in einem Radius von 1,5 Metern um den Inku oder das Wärmebettchen bewegen kann. Ich verstehe genau, was du meinst. Aber Knuddeln ist wirklich die beste Therapie! 🙂

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