Zuhause auf Zeit: das Ronald McDonald Haus

Zu meinem Beitrag von Montag habe ich hier und auf anderen Wegen ganz liebe Kommentare bekommen. Tausend Dank dafür! Es bedeutet mir viel, wenn ich meine Gedanken mit Euch teile und sie Euch auch erreichen. Rückmeldung tut immer gut!

Weil Euch die Geschichte unseres kleinen Familientreffens interessiert hat, möchte ich Euch heute berichten, wo wir uns genau kennengelernt haben. Wir haben alle zusammen im Ronald McDonald Haus gewohnt. Kennt ihr das Konzept?

Ronald McDonald Häuser gibt es in vielen Städten Deutschlands in unmittelbarer Nähe zum Kinderkrankenhaus. In diesen Häusern können Familien von schwerkranken Kindern wohnen, solange ihre Kleinen im Krankenhaus behandelt werden. So können sie ganz nah bei ihren Kindern sein und sie jederzeit besuchen. Jeder Familie steht ein kleines Apartment zur Verfügung. In großen Gemeinschaftsräumen und besonders in der Küche treffen sich die Familien und können sich jederzeit austauschen.

Bevor wir die Zwillis bekommen haben, hatte ich zwar schonmal von den Häusern gehört. Ich hatte mich aber nie damit beschäftigt. Erst als ich selbst dort wohnte, habe ich realisiert, wie unglaublich wertvoll ein solches Angebot ist. Die hauptamtlichen und ehrenamtlichen Mitarbeiter haben jederzeit ein offenes Ohr und unterstützen einen, wo sie nur können. Und der Austausch mit Eltern, die das gleich durchmachen, tut einfach gut und gibt Kraft. Einmal in der Woche kommen ehrenamtliche Helfer, die für die Familien kochen. Dann sitzen alle zusammen und verbringen einen Abend gemeinsam. Natürlich reden alle über ihre Kinder und den aktuellen Stand. Aber es geht an diesem Abend auch ganz entspannt zu, es wird viel gelacht. Dieser Abstand vom Krankenhausalltag ist eine gelungene Abwechslung und hilft vielen Familien, die scheinbar endlosen Wochen zu überstehen.

Die schlechte Nachricht: Im Ronald McDonald Haus gibt es keine Cheeseburger ;-). Die gute: Die Übernachtungskosten tragen fast alle Krankenkassen. Voraussetzung für eine Aufnahme ist, dass die Station des Kindes die Familie beim Ronald-Haus anmeldet und unterschreibt, dass die Nähe der Eltern für die Heilung hilfreich wäre. Eine Übersicht, wo es alles Ronald McDonald Häuser gibt, findet ihr hier.

Falls Ihr selbst mal in die Lage kommt, Eure Kinder im Krankenhaus begleiten zu müssen, schätzt Euch glücklich, wenn Ihr einen Platz im Ronald McDonald Haus bekommt! Und falls Ihr (was ich für jeden hoffe) niemals in diese Situation kommt und trotzdem etwas Gutes tun wollt: Die Ronald McDonald Häuser leben von Spenden und ehrenamtlicher Mitarbeit. Da ist nicht nur Geld sondern auch jede helfende Hand willkommen. Und man sieht und spürt ganz unmittelbar, wofür man es tut!

Eure Ella

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