Rausschmiss auf dem Kinderzimmer

Dass unsere Kinder gut ein- und durchschlafen, habe ich schon mehrfach geschrieben. Ich will das wirklich nicht überstrapazieren und keine Schlafmangel-Mamas gegen mich aufbringen. Aber die neueste Masche unserer Mäuse ist einfach so hammerhart, die muss ich Euch berichten.

Wenn Papa die Kinder am Wochenende mit ins Bett bringen kann, ist das immer ein Highlight. Schließlich fängt er sonst erst nachmittags an zu arbeiten und ist entsprechend abends nicht dabei. Also haben wir es uns angewöhnt, am Wochenende immer nochmal zu viert zu kuscheln, bevor wir die Mädels ins Bett legen. Jeder gibt jedem einen Kuss und wir drücken uns ganz fest. Das kann sich schonmal einen Augenblick hinziehen. Aber nicht mit unseren Kindern. Mit knapp zwei sagen sie jetzt ja schon Bescheid, wenn sie müde sind. Und dann darf es auch nicht mehr zu lange dauern. Mussten wir uns bei unserem Kuschelritual doch tatsächlich anhören: „Bett! Mama raus! Papa raus!“ Und das meinten sie auch noch erst. Als wir sie hinlegten und das Zimmer verließen, waren sie zufrieden. Und wir hörten keinen Mucks mehr.

Ich glaube, nächste Woche entscheiden unsere Kinder, dass wir sie gar nicht mehr ins Bett bringen sollen. Sie sind ja jetzt groß 😉
Eure Ella

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10 Gedanken zu „Rausschmiss auf dem Kinderzimmer

  1. Wow! Das ist ja toll. Stelle mir das sehr süß vor, wie die beiden sich „verbünden“ und euch rausschicken. Ich gestehe, ich bin jetzt etwas neidisch, denn bei unseren Mäusen klappt das gar nicht so gut mit dem Einschlafen momentan. Und ohne Mama oder Papa schon gar nicht. Wie habt ihr das angestellt? 🙂
    Liebe Grüße

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    • Ich weiß es gar nicht. Wir haben den Mädels von Anfang an erzählt, wie toll ihre Betten sind und dass wir ganz neidisch sind, dass sie jetzt in ihre gemütlichen Betten dürfen und wir noch aufbleiben müssen. Vielleicht hat das ja gefruchtet. Wahrscheinlich ist es aber einfach nur Glück ☺️

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      • Liebe Ella, genau das haben wir auch gemacht. Immer positiv über das Bettchen gesprochen, nie als Art Strafe nach dem Motto „jetzt musst du aber ins Bett…“ etc. Im Bett ist es schön gemütlich und kuschelig usw. Ich denke das ist sehr wichtig, damit man den Kleinen das Zubettgehen nicht vermiest. Das ins Bett gehen und wollen ist auch gar nicht das „Problem“, das ich meine. Das klappt bei uns auch ganz gut. Die Mädchen gehen eigentlich ganz gerne ins Bett. Manchmal ist es momentan leider etwas spät. Aber ich glaube, es verändert sich gerade der Schlafrhythmus bei beiden. Das ist ein anderes Thema. Nein, was ich meinte, war, dass deine Mädchen alleine einschlafen, also dass sie alleine in ihr Bett gehen und schlafen und ihr nicht dabei sein müsst. Das geht bei uns gar nicht. Wir müssen immer daneben sitzen und Händchen halten. Habt ihr das einfach von Anfang an so gehandhabt oder ab einem gewissen Zeitpunkt so gemacht und wenn ja wie? Kannst du da einen Tipp geben? Danke und liebe Grüße Nora

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      • Achso! Am Anfang ging das bei den Mäusen lange ganz von allein. Vielleicht weil sie als Frühchen direkt im Krankenhaus lernen mussten, allein einzuschlafen. Keine Ahnung. Irgendwann fing es dann an, dass sie weinten, wenn wir rausgehen wollten. Ich hab auch wochenlang meine Abende auf dem Boden im Kinderzimmer verbracht. Wenn ich dann aufgestanden bin, knackten meine Knochen und beide waren wieder wach. Also alles von vorn. Irgendwann merkte ich, dass uns das allen nicht gut tut. Die Mäuse kommen nicht zur Ruhe und mir fehlen die Abende für mich.
        Also habe ich es einfach mal gewagt, trotz Gemecker rauszugehen. Nicht so hart, wie die umstrittenen Einschlafprogramme! Aber schon konsequent. Die Mädels waren da ja schon alt genug, um zu verstehen, was ich ihnen erkläre. Hab ihnen gesagt, dass ich immer wieder komme, wenn sie traurig sind und bin dann nen Moment raus. Wenn sie gejammert haben, bin ih wieder rein, hab ihnen wieder gesagt, dass sie ja müde sind und ich immer auf sie aufpasse. Dann hab ich sie gestreichelt und wieder hingelegt und bin wieder raus.Ich habe sie also nicht wider hochgenommen!!! Das ging die ersten Abende ein paar Mal so. Und irgendwann sagten sie ganz von alleine: „Mama immer wieder! Bett“ und wenn ich dann sagte, dass sie jetzt schön schlafen können, haben sie direkt ja gesagt und sich zur Seite gedreht. Seit dem flutscht es. Man muss nur einen Moment durchhalten und gut auf die Kinder achten, wie viel Trennung sie vertragen. Meistens war es bei uns eher wütendes Protestmeckern und kein verzweifeltes Weinen. Deshalb konnte ich das machen. Aber das ist sicher kein Patentrezept. Alles Kinder sind ja anders. Hilft dir das? liebe Grüße

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      • Ja, super. Vielen Dank. Wir haben es auch schon mal mit rausgehen versucht aber das Gejammere war jedes Mal so groß, dass ich es nicht übers Herz gebracht habe und es für uns insgesamt einfacher war bei Ihnen zu bleiben. Ich halte ja auch nichts von diesen Einschlafprogrammen und habe mich deshalb bisher nicht getraut so etwas konsequent durchzuziehen, eben aus Angst, es könnte meinen Kindern schaden. Das was du aber beschreibst, hat ja überhaupt nichts mit Einschlafprogrammen zu tun. Für 6ns stejt auch fest, dass sich in naher Zukunft daran was ändern muss, Aber so wie es jetzt ist, kann es nicht für immer bleiben.

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