Geburtstag und andere Aufregungen

Puh, hinter uns liegt eine ereignisreiche Woche! Und ich hatte Euch einen Bericht versprochen. Hier also unsere kleine Geschichte von Geburtstag, Geschenken, Gekot** und Gefeier — mit einer Prise Selbstkritik.

Ach, was habe ich den Geburtstag der Mäuse am Dienstag genossen. Niemals hätte ich mir vorgestellt, dass sie sich so sehr über ihre Spielküche freuen würden! Sie haben übers ganze Gesicht gestrahlt, sind davor stehen geblieben und haben ganz tief durchgeatmet. Wie sie uns dann ansahen, werde ich hoffentlich niemals vergessen! Glücklicher hätte ich nicht sein können, dass unser Geschenk so ins Schwarze getroffen hat. Den ganzen Nachmittag wurden wir bekocht und bekamen laufend Kinderkaffee nachgeschenkt. Herrlich! Die beiden haben schon immer schön miteinander gespielt, aber zum ersten Mal waren sie so beschäftigt, dass sie uns Erwachsenen eigentlich gar nicht wirklich brauchten. Und bis heute vergeht kein Tag, an dem sie nicht zu jedem, der bei uns ist, ganz stolz sagen: „Gucke mal, eine Küche!“ Mein Herz hüpft jedes Mal, wenn ich sehe, wie sehr sie sich freuen. Also voller Erfolg an der Geschenkefront. Und wer mich jetzt gerade loben will, dass wir uns so pädagogisch wertvoll auf ein zentrales Geburtstagsgeschenk beschränkt haben…weit gefehlt! Die Mädels haben noch Unmengen anderer Geschenke bekommen. Von uns, von Verwandten und von Freunden.  Die Mädels haben jedes Geschenk ausgepackt, ganz bewusst wahrgenommen und alles mit Freude bespielt. Und so soll es sein! Zumindest bei uns.

Kleiner Wermutstropfen: Die große Schwester hatte plötzlich Durchfall. Und das zum ersten Mal in ihrem Leben und zum ersten Mal in unserem Leben als Eltern. Zwei Jahre waren wir verschont geblieben und auch jetzt blieb ich erstmal gelassen. Was soll schon groß passieren? Schade fand ich nur, dass die Maus ihren Geburtstag nicht richtig genießen konnte und nicht einmal Pizza, Kuchen oder Smarties essen mochte. Doch was in der Nacht darauf geschah, hat all meine Erwartungen (Befürchtungen) übertroffen. Auch die kleine Schwester hat der Magen-Darm-Virus gepackt und wir haben kein Auge zugetan. Ich erspare Euch Details. Nur so viel: Nach dieser Nacht hatten wir drei Maschinen voll Wäsche, die dem Debakel zum Opfer gefallen sind und über meinen eigenen hygienischen Zustand durfte ich einige Stunden lang lieber nicht nachdenken, nachdem ich scheinbar immer zur falschen Zeit am falschen Ort (oder am falschen Kind) war. Meinen Mann hat es gleich mit erwischt. Ein Wunder, dass ich bis auf ein flaues Gefühl im Magen clean geblieben bin. Ein Hoch auf meine Abwehrkräfte!

Zwei Tage schleppten wir uns so dahin und ich sah die Geburtstagsfeier schon zerplatzen. Doch am Donnerstag blieb endlich alles wieder dort, wo es hingehörte und wir verfolgten unsere Planung weiter. Die Mädels waren noch ziemlich schlapp, sonst aber wieder gut zu Wege (so hat meine Oma es früher immer ausgedrückt und ich finde den Ausdruck so schön altmodisch). Also habe ich Torten vorbereitet und die Bude geschmückt.

Die Feier am Samstag mit Kaffee und Abendbrot war dann auch sehr schön. Wie ihr wisst, haben wir keinen Kindergeburtstag gefeiert. Eingeladen waren die Familie, meine beste Freundin mit meinem Patenkind und eine Familie, die wir im Krankenhaus kennengelernt haben. Die Mama und ich haben uns ein Zimmer geteilt und klein Emil lag neben unseren Mäusen im Inkubator. Damit klingt die Runde eigentlich ganz kuschelig. Beim Durchzählen kam ich aber doch auf 22 Leute! Wir sind so große Feiern gewohnt und die Vorbereitungen auch. Was mich dann aber doch ziemlich getroffen hat, war, dass ich meine Mädels quasi zwei Tage lang immer wieder vertrösten musste: „Mama kommt gleich, ich muss nur noch kurz den Kuchen machen. Mama kann jetzt nicht, ich muss Soße kochen. Gleich mein Schatz, ich deck nur noch schnell den Tisch.“ …und noch viele andere Sätze dieser Art. Zwei Tage lang mussten meine Schätze quasi nur warten und geduldig sein. Und das, wo es doch eigentlich um sie gehen sollte und sie als Hauptpersonen die Aufmerksamkeit bekommen sollten. Das tat mir richtig leid und hat mich ins Grübeln gebracht: Für wen mache ich das hier eigentlich? Tue ich den Mädels wirklich einen gefallen? Verstärkt wurden diese Gedanken dann kurz, als die Gäste kamen und unsere Mäuse noch immer recht schlapp waren. Sie hingen auf unseren Armen und tauten nicht so schnell auf wie sonst, obwohl sie ja alle Gäste gut kannten.

Dann machte es zum Glück ‚klick‘. Die Mädels haben mit ihren kleinen und großen Gästen gespielt und viel Spaß gehabt. Am Ende konnten sie gar nicht genug bekommen und sind um 21.30 Uhr selig ins Bett gefallen (wo sie doch sonst kaum bis 19 Uhr durchhalten).

Fazit: Wie immer glaube ich daran, dass alles so kommen sollte. Und ich bin überzeugt, dass die Mäuse ihre Tage schön fanden. Aber ich kann jede Muddi verstehen, die sagt, sie verbringt lieber einen Tag ganz eng mit Ihren Kindern und widmet ihnen all ihre Zeit, statt eine große Feier auszurichten. Wir haben heute nach einem wunderschönen Feiertag mit unseren lieben Gästen einen ganz ruhigen Spieltag eingelegt. So hatten wir beides. Und ich kann behaupten, dass ich diese Woche so schnell nicht vergessen werde 😉

Eure Ella

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