Nach dem großen Futtern: Die Sache mit den guten Vorsätzen

Weihnachstbraten, Kuchen, Naschis: Vielen von uns wird bestimmt immer noch schlecht, wenn sie an die kulinarischen Eskalationen der letzten Tage und Wochen denken. Mit gehts da kaum anders. Doch was mir noch viel schwerer im Magen liegt, ist das, was uns im Januar wieder bevor steht. Ein paar kritische Worte über den Wahnsinn mit den guten Ernährungs-Vorsätzen.

Heute Abend ist es wieder soweit: Zusammen mit dem Neujahrssekt und den guten Wünschen, werden auch direkt die Vorsätze gefasst. Bei vielen stehen gesündere Ernährung und mehr Sport ganz oben auf der Liste. Und soll ich Euch etwas verraten? Mich macht das wahnsinnig! Mir ist jetzt schon klar, wie die kommenden Wochen ablaufen werden: Bei der Arbeit wiegen die Frauen in der Küche wieder ihre Reisportiönchen ab, an jeder Ecke steht irgendwo ein grüner Smoothie rum, das Fitnessstudio ist zum Bersten voll und auf Instagram ist der Feed überlaufen mit 30-day-Shred-Anläufen und Clean-Eating-ohne-Kohlenhydrate-und-ohne-Spaß-Fotos. Uaaah, da könnte ich schreien. Ich kann Euch gar nicht sagen, wie mir dieses Gewese und dieser Hype zum Jahresanfang zum Hals raus hängt. Am liebsten würde ich jedem Einzelnen ein Foto von Weihnachten vorhalten und sagen: „Im Dezember siehst du doch eh wieder so aus!“

Zu hart? Mag sein. Natürlich darf jeder seine Ziele haben und tun, was ihm gut tut. Aber die Erfahrung hat doch gezeigt, dass ein Bruchteil dieser supermotivierten Neujahrs-Fitness-Gurus wirklich bei der Stange bleibt. Die meisten bröckeln spätestens im Laufe des Frühjahres ab. Und ich frage mich wirklich, wie sie ihre kurzfristige Motivation jedes Jahre wieder so mega ernst nehmen und sich dann furchtbar wichtig und healthy finden können. Wenn die Leute, die Weihnachten noch gefuttert haben ohne Ende, im Januar plötzlich die Augen verdrehen, wenn man im Restaurant nicht nur einen kleinen Salatteller bestellt. Und wenn man zwei Monate lang zur Randgruppe gehört, wenn man überhaupt ganze Portionen ist. Das kann doch nicht normal sein? Und das weckt bei mir immer das unbändige Bedürfnis, erst recht zu essen und erst recht kein schlechtes Gewissen zu haben.

Wer wirklich etwas ändern möchte, kann jeden Tag damit anfangen  Und ich wünsche wirklich jedem, dass er das erreicht, was er sich vornimmt! Aber bitte erwartet von mir in den nächsten Monaten nicht zu viel Euphorie, Applaus und Herzchen für Eure Gute-Vorsätze-Erfolgs-Meldungen. Ich klatsch dann nächstes Jahr Silvester, wenn keine Vorsätze mehr nötig sind. 🙂

In diesem Sinne: Ich wünsche Euch einen tollen Rutsch, viel Glück fürs neue Jahr und möglichst wenig Stress mit den guten Vorsätzen!

Eure Ella

 

 

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s