Eigenurin ist out — Katze muss es sein

Helikoptermuddis aufgepasst! Ich hab eine Story, die Euch das Blut in den Adern gefrieren lässt. Um die Pointe gleich vorwegzunehmen: Meine Kinder haben Katzenpi**e geschleckt und ich habe ahnungs- und tatenlos zugesehen. Wie es dazu kam?

Abwechslung muss sein im Spielalltag anspruchsvoller Zwillingsmädels. Und so habe ich nach längerer Zeit mal wieder Zelt und Tippi mit verbindendem Krabbeltunnel im Wohnzimmer aufgebaut. Kam super an! Zumindest bei den Kindern. Bei unserem Kater wohl weniger, wie sich am folgenden Tag herausstellen sollte.

Die Mädels hatten kaum die Augen aufgemacht, da krochen sie schon wieder in ihre Zelte. Bei der ersten Tunneldurchquerung hörte ich sie schimpfen: „Mama, alles nass hier!“ Als abgehärtete Mutter mit Kita-Dauerschnupf-und-Sabbererfahrung rief ich locker: „Wenn ihr ständig am Däumchen nuckelt, müsst ihr euch nicht wundern, wenn alles vollgesabbert ist.“ Pah, so ein bisschen Spucke lässt mich schon lang nicht mehr aus dem Häuschen geraten. So ignorierte ich weitere Hinweise auf Feuchtigkeit im Tunnel erstmal gekonnt und kam mir ganz erfahren, entspannt und anti-helikoptermäßig vor.

Dann kam die große Schwester aus dem Zelt, kuschelte sich auf meinen Schoß und steckte genüsslich das Däumchen in den Mund. Und da kam sie: Diese Duftwolke, die ich aus tausenden von anderen herausfinden könnte. Für mich einer der ekelhaftesten Gerüche auf der ganzen Welt. Katzenpi**e  (Ich kann das nicht politisch korrekter benennen. Dafür riecht es zu schlimm). Gut, ich gebe zu: Da war es vorbei mit der Entspannung. Ich habe beide Mädels umgehend zur Generalüberholung geschleppt. Aber natürlich war es da eigentlich schon zu spät. Die Däumchen hatten beide schon gründlich sauber gelutscht. Puh, mich schudert es immer noch, wenn ich daran denke!

Aber was soll ich sagen? Die Mädels haben auch das überlebt. Sogar ohne irgend eine erkennbare Folge. Der eigene Ekel und die Empfindlichkeit unserer Kinder liegen halt doch manchmal meilenweit auseinander. Und wer sich jetzt um den Kater sorgt: Er ist natürlich mit einigen strafenden Blicken und nicht ganz jugendfreien Worten meinerseits davon gekommen. Wir sind noch auf der Suche nach dem Grund für diese lästige Hinterlassenschaft. Vielleicht fühlte er sich einfach durch einen Tunnel in seinem Reich persönlich belästigt. Wir werden es beobachten. Solange nennen die Mädels ihn liebevoll: „Du altes Ferkel.“ Wie sie wohl darauf kommen…

Eure Ella

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6 Gedanken zu „Eigenurin ist out — Katze muss es sein

  1. Grandios 😅✌️ Ich habe mich köstlich amüsiert!!! Wie gut, dass wir keine Katze haben 😁 Die markante Stelle des Nachbars Katers mal ausgelassen… Es grüßt ❤️lich Anika mit den „zweieiigen“ Zwillingsdamen

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